„If you stand like this, it feels like you fly“

Es wurde Wind und Wetter getrotzt und der Vulkan in einer 6, 5h stündigen Tour erklommen. Warme Duschen sind doch echt was schönes… :good:

Am Abend vor meinem Vulkantrip habe ich auf dem Campingplatz ein holländisches Pärchen kennengelernt und mich ausgiebig mit ihnen unterhalten. Dabei stellte sich heraus, dass auch sie für den nächsten Tag meine Tour geplant hatten und wir beschlossen den Vulkan gemeinsam zu bezwingen. Also ging es am nächsten Morgen um 8 Uhr los. Bis dahin hatte sich unsere Gruppe um 3 weitere Holländer vergößert und so machten wir uns zu sechst auf den Weg. Erst mit dem Bus und dann zu Fuß. Es war zwar wolkig am Himmel, aber der Busfahrer versprach uns, dass wir trotzdem die Objekte der Begierde sehen werden.

Zu Beginn war die Strecke recht einfach. Erst nach weit über einer Stunde ging es mittels Treppen bergauf. Bis dahin mussten wir nur über ein paar Felsbrocken klettern. Als die Treppen nach einer weiteren Stunde erklommen waren, erreichten wir den South Crater. Diesen konnten wir leicht überqueren und es war nicht mehr weit. Leichter Regen setzte ein, aber wir hatten unser Ziel bereits vor Augen. Doch die letzten Meter hatten es in sich. Über einen der Hänge erreichten wir den Rand des Red Crater. Heftiger Wind blas uns um die Ohren. Ich zog meine Winterweste sowie die Regenjacke (gut, dass ich die vor kurzem gekauft habe :good: ) aus dem Rucksack und setzte mir alle Kopfbedeckungen auf, die ich mit hatte (3 insgesamt). Der Wind war eisig. Eines der beiden Pärchen drehte um. Respekt, den Personen, die dort in Shorts gewandert sind. Auch der Boden war nicht mehr so leicht zu begehen. Ein Mal mehr war ich froh über meine Trekkingschuhe. Der Boden war sehr locker und konnte leicht wegrutschen. Trotzdem haben wir irgendwann unser Ziel erreicht. Und wie der Busfahrer es gesagt hatte, konnten wir auch die Seen und den Mount Ngauruhoe sehen. Aufgrund des Wetters haben wir allerdings entschieden keine weiteren Sidewalks zu laufen, sondern statt dessen den Rückweg anzutreten. Am Fuße des Berges trafen wir dann auch wieder das Pärchen, das umgekehrt war.

Holländisch sprach ich übrigens am Ende nicht, auch wenn es ausreichend Möglichkeiten dazu gab…. :whistle: ;-)

Da ich noch etwas Zeit habe, bis ich in Auckland sein möchte, entschied ich mich einen Tag länger zu bleiben und noch Walks um das Whakapapa Village zu machen. Leider waren die Wettervorhersagen nicht so gut, aber ich dachte bei Regen sind Wasserfälle immer eine gute Wahl. Da der Vormittag des nächsten Tages trocken sein sollte, beschloss ich erst einen 2 1/2h Walk entlang eines Flusses zu machen. Dieser zeichnet sich durch unterschiedliche Farben auf Grund der Sedimente aus. Leider setzte während dieser Wanderung so starker Regen ein, dass ich mich für den Rest des Tages aufs Lesen verlagerte bzw. mich um mein Auto gekümmert habe und hoffte, dass es irgendwann wieder aufhören würde….

Am nächsten Tag ging es dann weiter zu den Waitomo Caves. Leider spielte mein Auto etwas verrückt, so dass ich erst mal in die Werkstatt gefahren bin. Gott sei Dank ergab der Check nichts, also ging es weiter Richtung Norden…